Kalkmörtel oder Zement? Warum der Mörtel zum Bestand passen muss
Altes Mauerwerk „arbeitet": Es nimmt Feuchte auf und gibt sie wieder ab, es bewegt sich leicht. Historische Wände wurden fast immer mit weichem Kalkmörtel gemauert, der genau das mitmacht.
Wer hier mit hartem Zementmörtel saniert, macht oft mehr kaputt als heil. Der Zement ist steifer und dichter als der alte Stein — Feuchte staut sich, der weichere Ziegel platzt an den Kanten ab, und der Schaden wandert weiter ins Mauerwerk.
Wir wählen den Mörtel deshalb nach dem Bestand, nicht nach Gewohnheit — beim Denkmal in Abstimmung mit der Denkmalpflege. Faustregel: lieber etwas weicher als der Stein, nie härter.